Michel Gondry
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Der in Versailles geborene und aufgewachsene Michel Gondry stellte der Welt erstmals mit seiner Musikvideoregie seinen kreativen Scharfsinn unter Beweis. In den 1990er Jahren erlangte Björk mit ihren Musikvideos für Künstler wie The White Stripes und Foo Fighters einen internationalen Namen; Seine Leidenschaft für handgemachte Effekte, mit Traumlogik operierende Bildsprachen und surrealistische Erzählspiele waren damals deutlich zu erkennen. Auch als er in die Welt des Kinos einstieg, blieb dieser Stil unverzichtbar. Als Gondrys Spielfilmdebüt stellte „Instinct“ aus dem Jahr 2001 seine unverwechselbare filmische Sprache vor; Doch der wirklich große Sprung kam drei Jahre später. Mit „Silence“, geschrieben von Charlie Kaufman, ging Gondry als einer der bemerkenswertesten Regisseure des Weltkinos in die Geschichte ein. Dieser Film mit Jim Carrey und Kate Winslet in den Hauptrollen erhielt von den Kritikern die volle Punktzahl und erreichte mit seiner tiefgründigen und herzzerreißenden Geschichte, die auf dem Löschen von Erinnerungen basiert, ein breites Publikum. Der Film gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch und Gondry erreichte als Partner dieses Erfolgs den Höhepunkt seiner Karriere. Gondry schlug in seinem nächsten Film eine völlig andere Richtung ein. „The Dream Riddle“, produziert im Jahr 2006, schuf eine kindliche und doch philosophische Welt, in der Träume und Realität miteinander verflochten waren; Gondry verwendete Pappkartons, recycelte Materialien und handgefertigte Bühnenbilder fast wie ein Manifest. Sein Film „Please Wrap Your Head“ aus dem Jahr 2008 kombinierte diese handgemachte Ästhetik mit dem Comedy-Genre und sprach mit dem Duo Jack Black und Mos Def ein anderes Publikum an. Tokio im selben Jahr! Für den Anthologiefilm tat er sich mit Leos Carax und Bong Joon-ho zusammen und arbeitete Seite an Seite mit führenden Namen des Weltkinos. Gondry, der in „The Green Hornet“ mit dem Superhelden-Genre experimentierte, wandte sich in den folgenden Jahren der Welt des Fernsehens zu. Er hatte erneut die Gelegenheit, mit Jim Carrey zusammenzuarbeiten, indem er Teil des Kreativteams der HBO-Serie „Kidding“ wurde. Der visuelle Ton und die emotionale Tiefe der Serie waren eindeutig Gondrys Markenzeichen. Mit Projekten wie „Flight of the Conchords“ stellte er seine Kompetenz im Bereich der alternativen Komödie unter Beweis. Die Essenz von Gondrys Kinoverständnis liegt nicht in der Technologie, sondern in der Wärme der von Menschenhand geschaffenen Dinge. Die Effekte in seinen Filmen entstehen meist nicht mit spezieller Software, sondern mit Schere, Pappe und Fantasie. Dieser Ansatz macht ihn sowohl zu einem Künstler als auch zu einem Handwerker, der die endlosen Möglichkeiten des Kinos hinterfragt.
Medien

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Geschriebene/Inszenierte Serien