Yann Tiersen
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Der in Brest geborene Yann Tiersen begann schon in jungen Jahren mit dem Musizieren, indem er Geigen- und Klavierunterricht nahm. Im Laufe der Zeit entwickelte er eine Klangwelt, die nicht in ein bestimmtes Genre oder Medium passt; Dieser minimalistische Ansatz, der Akkordeon, naives Klavier, Vibraphon, Mandoline, Melodica und viele andere Instrumente kombiniert, brachte ihm einen einzigartigen Platz in der französischen Musikszene. Tiersen begann Ende der 1990er Jahre mit Kinomusik in Berührung zu kommen. „The Dream Life of Angels“ unter der Regie von Erick Zonca war einer seiner ersten bemerkenswerten Ausflüge in die Filmmusik. Der eigentliche Durchbruch gelang ihm jedoch 2001 mit „Amelie“ unter der Regie von Jean-Pierre Jeunet. Diese Soundtracks, die die idyllische, nostalgische und leicht traurige Atmosphäre des Films perfekt widerspiegelten, haben sich nicht nur in das Gedächtnis des französischen Kinos, sondern auch der Kinomusik der Welt eingeprägt. Diese Partitur, in der Klavier und Akkordeon miteinander verflochten waren, machte Tiersen zu einem weltweit anerkannten Namen. „Leb wohl, Lenin!“ von Wolfgang Becker aus dem Jahr 2003. Tiersen, der auch die Musik für „Farewell Lenin“ gemacht hat, erlangte mit diesem Film internationale Anerkennung. Die emotionale und elegante Musiksprache, die er in dieser Inszenierung über den Zusammenbruch der DDR schuf, war eine konsequente Fortsetzung der minimalistischen Linie seiner bisherigen Werke. Unter seinen Kinoprojekten, den Dokumentarfilmen „Tabarly“ und „Ouragan, l'odyssée d'un vent“, zeigte sich auch sein Interesse an Erzählungen zum Thema Natur und Erkundung. Piano Cinéma, das er 2022 vorbereitete, präsentierte als Zusammenfassung seine langjährige Beziehung zur Kinomusik. Im Laufe der Jahre ist Tiersen mit seinen Soloalben und Konzerttourneen weiterhin präsent; Obwohl seine Musik von Zeit zu Zeit mit elektronischen Elementen angereichert wurde, verlor er nie sein Bekenntnis zum Minimalismus. Auch heute noch gilt er als Schöpfer einer der bekanntesten Stimmen in der Geschichte der Kinomusik.
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