Philip K. Dick
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Philip Kindred Dick wurde 1928 in Chicago geboren und ging als einer der originellsten und produktivsten Science-Fiction-Autoren des 20. Jahrhunderts in die Literaturgeschichte ein. Dick, der im Laufe seines Lebens 44 Romane und 121 Kurzgeschichten schrieb, konnte sich trotz seiner enormen Produktivität nie dem Kampf mit seiner Gesundheit, finanziellen Schwierigkeiten und immer tiefer werdenden existenziellen Fragen entziehen. Dennoch erreichten die von ihm geschaffenen Universen nach seinem Tod ein viel größeres Publikum und verewigten seinen Namen. In seinen Werken stellte Dick die Frage, was Realität ist, welche Eigenschaften ein Mensch haben muss, um als Mensch zu gelten, und wie Macht das Individuum prägt. Diese Themen stellten eine radikale Abkehr von der gewöhnlichen Science-Fiction dieser Zeit dar; Dick konzentrierte sich eher auf die dunklen Ecken des Geistes als auf Raumschiffe, auf die Verzweiflung des einfachen Mannes statt auf Heldenepen. Die meisten seiner Geschichten wurden zu seinen Lebzeiten in Pulp-Magazinen veröffentlicht, und ihr wahrer Wert wurde lange Zeit nicht ausreichend erkannt. Der eigentliche Wendepunkt kam 1982, dem Jahr, in dem Dick starb. „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“ Die Adaption seines Romans „Blade Runner“ galt als bahnbrechendes Werk des Science-Fiction-Kinos, als es unter der Regie von Ridley Scott auf die Leinwand gebracht wurde. Dick erlebte die Veröffentlichung dieses Films nicht mehr; Er konnte sich jedoch den ersten Ausschnitt des Films ansehen und erklärte, dass die Bilder vollständig die Welt widerspiegelten, die er sich vorgestellt hatte. 35 Jahre später hat Blade Runner 2049 unter der Regie von Denis Villeneuve erneut bewiesen, wie mächtig und beständig dieses Universum ist. Dicks Vermächtnis beschränkte sich nicht nur auf diese beiden Filme. Recall (1990) mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle wurde aus seiner Kurzgeschichte „We Can Remember It for You Wholesale“ adaptiert. Minority Report (2002) unter der Regie von Steven Spielberg verwandelte eine von ihm geschriebene Geschichte in ein modernes Thriller-Fest. Amazons langjährige Serie „The Man in the High Castle“ basiert auf dem gleichnamigen Roman, der von einer alternativen Geschichte handelt, in der Nazi-Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewann. Darüber hinaus zeigen Produktionen wie „Electric Dreams“ von Philip K. Dick und „Blade Runner: Black Lotus“, dass seine Geschichten auch heute noch beim Publikum Anklang finden. Er war erst 53 Jahre alt, als er 1982 starb. Allerdings hinterlassen die Werke, die er hinterlassen hat, eine Lücke, die kein anderer Schriftsteller füllen kann, der mit so scharfem Blick die Realität, die Identität und den Sinn des Menschseins hinterfragt.
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