Alfred Abel
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Alfred Abel, 1879 in Leipzig geboren, gehört zu den seltenen Namen, die den Übergang des deutschen Kinos vom Stummfilm- zum Tonzeitalter persönlich miterlebt und in beiden Perioden seine Spuren hinterlassen haben. Abel, der schon in jungen Jahren mit darstellenden Künsten bekannt wurde, kam als Schauspieler mit Theaterhintergrund zum Kino und wurde im Laufe der Zeit zu einem der bekanntesten Gesichter des deutschen Kinos der Weimarer Zeit. Die glänzendste Zeit seiner Karriere fiel in den 1920er Jahren in Deutschland zusammen. Der Fritz-Lang-Film Dr. Abel aus dem Jahr 1922, der mit seiner Rolle als Count Told in „Mabuse, Gambler“ für Aufsehen sorgte, hat sich fest im Gedächtnis des Publikums verankert. Dieser Film, der sich durch seine geheimnisvolle Atmosphäre und komplexe Charakterdynamik auszeichnet, festigte seinen Platz in der Kinowelt. Der eigentliche Durchbruch gelang ihm jedoch erst 1927. Er übernahm die Rolle des Johann „Joh“ Fredersen in „Metropolis“, das als Meisterwerk von Fritz Lang in die Geschichte einging. In diesem Film, der von einer dystopischen Zukunft handelt und als einer der Höhepunkte des deutschen Expressionismus gilt, spielte er einen Stadtverwalter, der die absolute Herrschaft über die Arbeiterklasse etabliert. „Metropolis“ gilt nach wie vor als eine der einflussreichsten Produktionen der Kinogeschichte; Abels Leistung in diesem Film gilt als eines der stärksten Schauspielbeispiele dieser Zeit. Er spielte auch eine wichtige Rolle in dem im selben Jahr gedrehten Film L'Argent (1928) des französischen Regisseurs Marcel L'Herbier. In dieser Produktion nach dem Roman von Emile Zola spielte er die Figur des Alphonse Gunderman. Abel, dem internationale Koproduktionen nicht fremd waren, trat auch in beliebten Kostümdramen dieser Zeit auf, etwa in „Cagliostro“ (1929). Während viele Schauspieler mit dem Ende des Stummfilms und der Verbreitung des Tonfilms ihre Karriere verloren, überstand Abel diesen Übergang erfolgreich und bewahrte seine Präsenz in der deutschen Kinobranche. Seine Rollen in Produktionen wie „Das Ekel“ und „Eine Siebzehnjährige“, die Anfang der 1930er Jahre gedreht wurden, zeigen, wie gut er sich an die Ära des Tonkinos angepasst hat. Alfred Abel starb am 12. Dezember 1937. Er hinterließ kraftvolle Leistungen in einer der turbulentesten und kreativsten Perioden des deutschen und europäischen Kinos. Sein Name bleibt ein fester Bestandteil der Kinogeschichte, insbesondere dank Metropolis.
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