Edward Norton
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Für jemanden, der Geschichte an der Yale University studierte, sich eine Zeit lang in Japan als Unternehmer versuchte und dann nach New York zurückkehrte, um seiner Leidenschaft für die Schauspielerei zu folgen, nahm die Karriere von Edward Norton einen wirklich außergewöhnlichen Verlauf. Er betrat die Welt des Kinos, indem er 1996 an der Seite von Richard Gere im Film „The First Fear“ auftrat. Diese erste Filmrolle, in der er Aaron Stampler spielte, einen jungen Mann mit multipler Persönlichkeitsstörung, brachte ihn sofort ins Zentrum der Schauspielerei. Es überraschte Hollywood, dass ein Name, von dem man bis dahin noch nie gehört hatte, eine so starke Leistung zeigte; Norton gewann den Golden Globe und wurde für einen Oscar nominiert. Es gibt nur sehr wenige Schauspieler, die die Unvorhersehbarkeit, eine der anspruchsvollsten Anforderungen der Schauspielerei, so kontrolliert auf die Bühne bringen können, und Norton hat dies im ersten Schritt seiner Karriere bewiesen. Er trat in einigen Jahren in verschiedenen Projekten auf. 1998 erlebte er eine außergewöhnliche körperliche und emotionale Transformation, als er in „Im Schatten der Vergangenheit“ den reformistischen Neonazi Derek Vinyard verkörperte. Diese Figur mit kahlgeschorenem Kopf, voller Bosheit und schließlich der Erkenntnis ihrer eigenen Zerstörung bleibt bis heute als eine der beeindruckendsten Darstellungen in der Geschichte des Kinos in Erinnerung. Diesmal wurde Norton für einen Oscar als Bester Hauptdarsteller nominiert. Direkt im Anschluss drehte er mit Brad Pitt in „Fight Club“ unter der Regie von David Fincher einen Kultfilm im Geiste der 90er Jahre. Er hielt sein Tempo und bewegte sich in den 2000er Jahren zwischen verschiedenen Genres. In „25th Hour“ vermittelte er meisterhaft den inneren Zusammenbruch eines Mannes, der seinen letzten Tag vor seiner Verurteilung erlebt. In „Der Zauberer“ vermittelte er die Atmosphäre dieser Zeit mit großer Eleganz. Er entschied sich auch für die kommerzielle Entscheidung, Bruce Banner im Marvel-Universum darzustellen. Im Jahr 2014 schuf er mit Alejandro González Iñárritus „Birdman“ einen wirklich herausragenden Antagonisten; Narzisstisch, provokant und in den unerwartetsten Momenten die Bühne übernehmend, brachte ihm der Bühnenschauspieler Mike Shiner seine dritte Oscar-Nominierung ein. Auch auf dem Regiestuhl saß er mehrfach: Mit „Keep It Between Us“ versuchte er es erstmals, Jahre später trat er in „Orphan Brooklyn“ sowohl als Regisseur als auch als Hauptdarsteller auf. Zuletzt spielte er den Technologie-Milliardär Miles Bron in Rian Johnsons „Glass Onion“. Diese Rolle war perfekt, um zu zeigen, wie Ego mit Charisma verknüpft werden kann.
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