WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf
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Stellen Sie sich die Erde Jahrhunderte später vor: riesige Müllberge, verlassene Wolkenkratzer und ein kleiner Roboter, der allein in der Stille arbeitet. Obwohl dieses von Andrew Stanton für Pixar inszenierte Werk auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Zeichentrickfilm für Kinder erscheinen mag, schwimmt es tatsächlich in viel tieferen Gewässern. Vol-i zeigt mit seiner fast dialogfreien ersten Hälfte ungewöhnliche Kühnheit. Es gibt nur sehr wenige Animationsfilme, die die Innenwelt einer Figur so eindrucksvoll vermitteln, indem sie statt auf Worte auf Blicke, Bewegungen und Geräusche setzen. Dieser kleine Roboter, der am Ende des Tages die Schätze, die er findet, in seinem rostigen Körper versteckt und sich immer wieder die Händchenhalten-Szene ansieht, die er aus einem alten Musikfilm gelernt hat, schafft es, Einsamkeit und Sehnsucht nach Verbindung ohne Worte auszudrücken. Genau das überrascht das Publikum: zu erkennen, wie menschlich ein Roboter in sich trägt, während er mit mechanischer Akribie alles um sich herum reinigt. Der Film bietet auch eine zeitgemäße Kritik an der Konsumkultur, dem Umweltkollaps und der blinden Abhängigkeit von Technologie. Aber er tut dies nicht als didaktische Lektion, sondern durch eine organische und visuelle Sprache. Das Publikum nimmt die Botschaft auf, ohne dass es ihm über den Kopf geschlagen wird; Tatsächlich kann er die Traurigkeit hinter einigen Szenen erst nach Ende des Films vollständig erfassen. Als EVE die Szene betritt, erhält die Geschichte eine völlig andere Dimension. Die aufkeimende Beziehung zwischen zwei Robotern ist eigentlich eine Neufassung eines universellen Mythos über Verbindung und die Suche nach Sinn. Stanton zieht es vor, die Romanze zerbrechlich und intim zu halten, anstatt sie zu beschönigen; Dadurch treffen emotionale Momente viel stärker zu. Ben Burtts außergewöhnliches Sounddesign haucht den Charakteren Seele ein. Während die Musikauswahl eine nostalgische Wärme verleiht, bringt sie auch eine tiefe Melancholie mit sich. Werke, die technische Meisterschaft und emotionale Tiefe so ausgewogen vereinen, sind in der Geschichte des Kinos selten. Dieser Film, der die Gewohnheiten der Branche in Frage stellt und dies erreicht, ohne etwas zu predigen, spricht Kinder und Erwachsene auf unterschiedlichen Ebenen an.
US

Pixar

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Bewertungen
Michael
15 Ocak 2016
10/10
Mit „WALL-E“ knüpfen die Animationsexperten von Pixar nahtlos an den Erfolg ihrer bisherigen Werke an. Alleine von der technischen Seite setzt dieser Animationsfilm erneut Maßstäbe. Die Darstellung der Landschaft ist in der ersten Hälfte des Films fast fotorealistisch und die Charaktermodelle von WALL-E und EVE sehen wieder einmal so fantastisch aus, dass mal alleine durch die Animationen fast vergisst, dass hier keine echten Schauspieler, sonder computergenerierte Maschinen die Hauptrollen spie...
len. Doch neben der technischen Umsetzung spielt bei Filmen die Story eine nicht ganz unwichtige Rolle. Naja, eigentlich ich ist die Story sogar wichtiger als der technische Aspekt. Aber keine Sorge, die Story von „WALL-E“ kann auf ganzer Line überzeugen. Auf den ersten Blick, mag diese zwar eher dünn und wenig interessant machen, doch was Regisseur Andrew Stanton (A Story, Findet Nemo) aus dem Grundgerüst macht, ist eine herzergreifende Liebesgeschichte zweier ungewöhnlichen Protagonisten. Wenn der angestaubte WALL-E auf die moderne EVE trifft, ist dies zunächst einmal wenn ein hässlicher Kerl sich in ein Supermodel verliebt. Und genau diese Gegensätze sind es, die „WALL-E“ so spannend machen, die Art und Weise wie WALL-E versucht das „Herz“ von EVE zu gewinnen. Seine absolute Hingabe um sein Ziel zu erreichen und seine unbekümmerte Art die Welt zu entdecken. Pixar gelingt es mit WALL-E einen Roboter zu schaffen, der auf der Leinwand menschlicher Wirk als so mancher Schauspieler in Filmen mit echten Menschen. Pixar gelingt auch eine simple Geschichte durch ungewöhnliche Hauptfiguren völlig neu erscheinen zu lassen. Für mich ist „WALL-E“ die perfekte Symbiose zweier Welten. Hier erzählt ein Animationsfilm perfekt eine klassische Hollywoodgeschichte. Und dieses Kunststück gelingt Pixar hier nicht zum ersten Mal! [Sneakfilm.de]
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Häufig Gestellte Fragen
WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf wurde im Jahr 2008 veröffentlicht.
WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf hat eine Laufzeit von 1 Std 38 Min (98 Minuten).
WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf gehört zu den folgenden Genres: Animation, Familie, Science Fiction.
WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf hat eine Bewertung von 8.1/10 bei 20.404 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf verfügbar auf: Disney Plus, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies, YouTube.