Prestige - Die Meister der Magie
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Diese Geschichte spielt im nebligen London des 19. Jahrhunderts und ist eine Erkundung nicht nur der Kunst der Magie, sondern auch der dunkelsten Ecken der menschlichen Natur. Christopher Nolan konfrontiert das Publikum nicht mit Bühnentäuschungen, sondern mit einer viel tieferen Illusion: der Illusion einer Besessenheit, die so mächtig ist, dass sie einen Menschen ins Verderben führen kann. Hugh Jackman und Christian Bale spielen zwei Rivalen, die sich gegenseitig fressen und gleichzeitig aneinander nagen. Obwohl der Konflikt zwischen zwei Magiern wie eine oberflächliche Rivalitätsgeschichte erscheint, verläuft er tatsächlich auf viel fragilerem Boden. Wie sich der Schmerz des Verlusts aus Hass nährt und zur Lebenseinstellung wird, wenn die Jagd nach einem Traum einen Menschen entmenschlicht – mit diesen Fragen beschäftigt sich der Film intensiv. Jeder falsche Trick, jede Zaubershow wird zur Metapher für eine wachsende existenzielle Krise hinter den Kulissen. Nolans Erzählstruktur ist hier nicht nur eine Wahl, sondern ein Werkzeug, das in die Essenz des Films integriert ist. Dank der nichtlinearen Zeitstruktur, Tagebüchern und ineinander verschlungenen Perspektiven wird der Zuschauer in die eigenen mentalen Labyrinthe der Charaktere hineingezogen. Jedes Mal, wenn Sie glauben, die Wahrheit gesehen zu haben, wird Ihnen klar, dass Sie eine Ebene tiefer gehen. Die strukturelle Ähnlichkeit des Films mit der Zaubertrilogie – Vorbereitung, Illusion und Prestige – offenbart im Rückblick nach der Betrachtung eine geradezu beängstigende Akribie. Während Michael Caine die Rolle des Gewissens und des gesunden Menschenverstandes des Publikums übernimmt, repräsentieren Scarlett Johansson und Rebecca Hall still, aber kraftvoll die weibliche Erfahrung, die sich in den männlichen Egos widerspiegelt, die am Rande der Dunkelheit stehen. Der Moment, in dem Nikola Tesla in die Geschichte einsteigt, verleiht dem Film eine wissenschaftliche Dimension; Es lädt das Publikum in jene seltsame Region ein, in der die Grenze zwischen Realität und Fiktion bewusst verwischt wird. „Prestige“ ist eines dieser seltenen Werke, das es schafft, im Finale sowohl zu befriedigen als auch zutiefst zu verstören. Viele Filme sind zu Ende, wenn sie enden; Wenn dieser Film endet, fängt er gerade erst an. Because even after you've seen everything, you can't help but question once again what you actually saw.
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Bewertungen
Kalla Malla
01 Şubat 2016
/10
Nach dem Blockbuster _Batman Begins_ machte sich **Christopher Nolan** einen Namen in der breiten Öffentlichkeit und wurde als Regisseur bejubelt, der das Batman Franchise vor dem Abgrund rettete. Sein Kultfilm _Memento_ avancierte zum Geheimtip und moderner Klassiker unter Filmfans. Doch was bringt seine Buchverfilmung _The Prestige_? Ein Zaubertrick besteht aus drei Akten: Der Exposition des Tricks, seinem ersten Schritt, und eben der Prestige, dem Höhepunkt des Ganzen. Genau wie dieser ...
Leitspruch ist der Film aufgebaut. Zwei konkurrierende Zauberer, Alfred Borden (**Christian Bale**) und Robert Angier (**Hugh Jackman**) kämpfen um das Ansehen im Zaubergeschäft und bekriegen sich gegenseitig, damit der Eine erfolgreicher wird als der Andere. Sie kennen keine Skrupel und Grenzen. Mehr wird nicht verraten, da sich der Film selbst mit Hilfe von Puzzelteile immer wieder selbst erklärt. Nolan wählte verschiedene Zeitebenen und verschiedene Perspektiven, dadurch ändert sich das Bild einiger Aktionen am Anfang des Filmes in eine neue Richtung. Genau wie bei einem Zaubertrick. Bemerkenswert ist, daß der Film ohne Sympathieträger auskommt und der Hauptdarsteller die Handlung ist. Die zahlreichen Wendungen wissen zu überraschen, das Ende hingegen nicht. Doch wie im Film schon gesagt wird, ist ein Zaubertrick mit Auflösung nicht mehr geheimnisvoll, da die Auflösung nicht spektakulär ist. Genauso verhält sich der Film. Der Film will den Zuschauer gar nicht überraschen. Die Geschichte ist fesselnd und atmosphärisch erzählt. Die Thematik ist unverbraucht und dem entsprechend wirkt der Film erfrischend anders. Kulisse und Kostüme wirken düster und betrübt, sehr authentisch kommt die ganze Atmosphäre herüber. Die gezeigten Bilder sind schön fotografiert worden, bilden mit Musik und Handlung ein stimmiges Gesamtkonzept. Positiv zu erwähnen ist ebenfalls die Beleuchtung, sie wirkt sehr stilisch und gleichzeitig passt sie gut hinein. Die Besessenheit der 2 Hauptdarsteller kommt hervorragend herüber und wirkt nicht aufgesetzt. Sie wissen durch glaubhafte Emotionen zu überzeugen. Hugh Jackman zeigt abermals , dass er nicht nur Wolverine mimen kann, sondern auch durch eine Charakterrolle begeistern kann. Christian Bale zeigt eine gewohnt geniale Leistung. Es ist schon fast langweilig ihn zuzusehen, da er jede Rolle perfekt beherrscht. Der Cast bietet des Weiteren andere Highlights wie **David Bowie** als exzentrischen Professor Tesla und **Andy Serkis** als dessen Gehilfen. **Michael Caine** ist der Erfinder der Zaubertricks von Angier und zeigt eine solide Leistung, doch nichts außergewöhnliches, dies bleibt den zwei Protagonisten übrig. Enttäuschend bleibt jedoch **Scarlett Johanssen**, da springt einfach nicht der Funke rüber und sie spielt ihre typische Rolle als Liebhaberin. Die Kürze und die Auslegung der Rolle ist doch ebenfalls ein Grund hier für. Fazit: Christopher Nolan ist es wieder gelungen mit der Erzählstruktur spielerisch einen stimmigen Film zu schaffen. Doch ob er dieses Stilmittel weiterhin verwenden sollte sei dahin gestellt. Er läuft damit Gefahr, es auszureizen. Cast, Atmosphäre und Bilder ergeben einen rundum gelungenen Film. Prestige kommt nicht an Memento heran, da die Musik zu unauffällig und die Auflösung zu unspektakulär ist. Trotz alledem fasziniert der Film und sprüht seine eigene Magie aus.
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Häufig Gestellte Fragen
Prestige - Die Meister der Magie wurde im Jahr 2006 veröffentlicht.
Prestige - Die Meister der Magie hat eine Laufzeit von 2 Std 10 Min (130 Minuten).
Prestige - Die Meister der Magie gehört zu den folgenden Genres: Drama, Mystery, Science Fiction.
Prestige - Die Meister der Magie hat eine Bewertung von 8.2/10 bei 17.678 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Prestige - Die Meister der Magie verfügbar auf: HBO Max, HBO Max Amazon Channel, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies.