Superman Returns
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Manche Helden versteht man in ihrer Abwesenheit besser. Mit dem vollen Gewicht einer seit Jahren erwarteten Rückkehr erscheint Superman Returns auf der Leinwand, indem er genau diese Frage stellt: Wenn die Welt ohne ihn überleben könnte, besteht dann wirklich noch ein Bedarf an ihm? Bryan Singer betrachtet dieses Projekt nicht als einen gewöhnlichen Superheldenfilm. Die Inszenierung ist von tiefem Respekt vor Richard Donners Klassiker von 1978 geprägt und beginnt wie ein nostalgischer Liebesbrief. John Williams‘ ikonische Filmmusik, dieses vertraute Wahrzeichen und Brandon Rouths verblüffende Ähnlichkeit mit Christopher Reeve erzeugen ein Gefühl, das den Zuschauer in die Vergangenheit zurückversetzt. Aber Singer begnügt sich hier nicht damit, sich lediglich auf die Vergangenheit zu stützen; Dazu gehört auch die spirituelle Last des Verschwindens und Wiederkehrens. Routh erscheint uns nicht als gepanzerter Superheld, sondern als Fremder, der seine Einsamkeit und seinen Mangel an Zugehörigkeit in sich trägt. Als jemand, der von einer jahrelangen Reise in die Ferne zurückkehrt, ist die Welt, die er vorfindet, sowohl vertraut als auch völlig anders. Lois Lane hat sich jetzt ein anderes Leben aufgebaut; Die Menschen haben gelernt, alleine zu existieren. Lex Luthor, gespielt von Kevin Spacey, sticht als einer der cleversten Bösewichte der Serie hervor; Es stellt eine Bedrohung dar, die eher auf Intelligenz als auf Gewalt beruht. Die wahre Kraft des Films liegt nicht in der Handlung, sondern in einem traurigen Gefühl der Sehnsucht. Jedes Mal, wenn dieser am Himmel schwebende blaue Umhang auftaucht, ruft er kein Gefühl der Sicherheit, sondern fast ein Gefühl des Verlustes hervor. Singer fördert dieses Gefühl bewusst; Er konstruiert den Film nicht als eine Anbetungszeremonie zur Feier der Legende, sondern als eine tiefe Sehnsucht nach einer vergangenen Zeit. Es handelt sich zweifellos um eine Produktion, die einiges an Kritik einstecken musste. Seine 154-minütige Dauer ist stellenweise in die Länge gezogen, einige emotionale Momente sind zu stark forciert. Dennoch gelingt es ihm, im Vergleich zum damaligen Superheldenkino einen ungewöhnlichen Ton beizubehalten; Anstatt ein überfüllter Blockbuster zu sein, ist es lieber ein ruhiges Epos, das sich in sich selbst dreht. Diese Wahl macht es sowohl interessant als auch kontrovers.
US

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Bewertungen
Michael
29 Aralık 2015
7/10
In meinen Augen ist Supermans Rückkehr auf die Leinwand gelungen. Mit dem Charme des ersten Superman-Abenteuers von 1978 gelingt es Neu-Superman Brandon Routh fast problemlos in die Schuhe von Christopher Reeves zu schlüpfen. Sofort kauft man ihm die Rolle des Superheldens ab, doch auch Supermans große Liebe Lois Lane wird von Kate Bosworth (Blue Crush, Die Regeln des Spiels) überzeugend gespielt. Das Sahnestück in der Besetzung von „Superman Returns“ stellt aber Lex Luthor Darsteller Kevin S...
pacey dar. Die Glatze steht dem „American Beauty“-Star ausgesprochen gut und mit seiner Spielweise lässt er seine Komplizen recht blass erscheinen. Selbst der eigentliche Held des Films, Superman, erscheint neben Spacey zeitweise weniger leinwandfüllend als man es erwartet. So gut Bosworth, Routh und Spacey spielen, so wenig schafft es Regisseur Bryan Singer (X-Men, X-Men 2) seine Charaktere zu entwickeln. Fans von Superman sind die Charakterzüge der einzelnen Figuren zwar bekannt, doch Neueinsteigern in die Materie wird es schwer gemacht sich ein Bild über die Beweggründe von Luthor zu machen oder die Fähigkeiten von Superman richtig zu verstehen. Widmen wir uns nun dem Thema Special-Effects. „Superman Returns“ ist mit diesen prall gefüllt. Nahezu in jeder Szene findet man irgendeinen CGI-Effekt und bei den meisten Effekten muss man schon sehr genau hinsehen um sie als solche zu entlarven. Besonders gut hat mir persönlich der Röntgenblick von Superman gefallen, doch auch die Szenen in denen Luthor mit den Krytonitkristallen neues Land schafft sind beeindruckend. Auch musikalisch macht „Superman Returns“ einiges her. Das Original-Theme von John Williams bildet den Mittelpunkt des Scores und die Verantwortlichen für die Musikuntermalung schaffen es mit den verwendeten Titeln immer die richtige Stimmung zu schaffen. Bei so viel Lob, muss auch noch ein wenig Platz für Kritik sein. Mit 154 Minuten ist „Superman Returns“ ein wenig zu lang geworden. Zwischenzeitlich wünscht man sich schon einmal den Showdown herbei, doch durch Supermans Rettungsaktionen und das gute Spiel von Kevin Spacey werden auch die durchhänger überbrückt. [Sneakfilm.de]
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Häufig Gestellte Fragen
Superman Returns wurde im Jahr 2006 veröffentlicht.
Superman Returns hat eine Laufzeit von 2 Std 34 Min (154 Minuten).
Superman Returns gehört zu den folgenden Genres: Science Fiction, Action, Abenteuer.
Superman Returns hat eine Bewertung von 5.8/10 bei 4.600 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Superman Returns verfügbar auf: HBO Max, HBO Max Amazon Channel, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies.