Captain America: The First Avenger
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Diese Produktion, die als eine Geschichte der Hoffnung gilt, die im dunklen Schatten des Zweiten Weltkriegs erblüht, ist einer der Eckpfeiler des Marvel Cinematic Universe und unterscheidet sich deutlich von anderen Superheldenfilmen. Denn Macht ist hier nicht der Ausgangspunkt; Es ist nicht einmal das gewünschte Ziel. Die Hauptsache ist die Essenz des Charakters, in dem die Macht steckt. Unter der Regie von Joe Johnston beginnt diese Entstehungsgeschichte in der Welt eines jungen Mannes, der in den engen Gassen von Brooklyn aufwuchs, oft abgelehnt, körperlich schwach, aber unzerstörbar. Steve Rogers brennt darauf, sich dem Kampf anzuschließen; Was ihn jedoch motiviert, ist nicht die Gier nach Ruhm oder Macht. Dieser Unterschied ist das entscheidende Element, das den Geist des Films bestimmt. Der hier dem Publikum präsentierte Helden-Archetyp hat eine ungewöhnlich aufrichtige und reine Qualität; Für manche mag diese Naivität naiv erscheinen, aber in Kombination mit der historischen Atmosphäre des Films wirkt sie äußerst überzeugend. Die Inszenierung spiegelt die ästhetische Textur der 1940er Jahre recht gelungen wider. Propagandaplakate, Big-Band-Musik, Kriegskostüme und Bühnenbild; Es führt das Publikum durch einen Tunnel digitaler Nostalgie. In dieser Atmosphäre porträtiert Chris Evans sowohl den fragilen Steve vor der Verwandlung als auch die ikonische Figur nach der Verwandlung mit ausgewogenem und souveränem Schauspiel. Die starke Unterstützung durch Hayley Atwell stärkt den emotionalen Schwerpunkt des Films. An der Antagonistenfront malt Hugo Weaving ein theatralisches Porträt des Bösen ohne Übertreibung. Die Bedrohung rund um den Tesserakt erweitert das Universum, indem sie den Film über eine reine Kriegsdramatisierung hinausführt und den Grundstein für nachfolgende Produktionen legt. Der vielleicht größte Erfolg des Films besteht darin, dass die Figur auch im Schatten großer Actionsequenzen ihren moralischen Kompass nicht verliert. Heldentum geht hier vor dem Schlag; Mut wird als eine gewissenhafte Entscheidung und nicht als körperliche Stärke definiert. Diese Perspektive verwandelt die Produktion von einem reinen Superheldenfilm in eine aufrichtig gewebte Verwandlungsgeschichte, die ein breiteres Publikum anspricht.
US

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Bewertungen

Joerg Melzer
02 Mayıs 2019
/10
Die Abstände werden kürzer, die Einschläge kommen näher. Wenn denn schon Comicverfilmungen die "sicheren Banken" für großes Einspiel darstellen, dann hat bis auf kleinere Ausnahmen (Batman und so...) in den letzten Jahren "Marvel" den größten Teil des Feldes erobert. Gute drei Verfilmungen gönnt man da gern jedem verfügbaren Helden, möglichst im probaten 2-3 Jahresabstand, damit man auch Zeit für die Entwicklungen hat. Da aber für 2012 das erste große "Avengers"-Movie anstand und dafür gleich...
eine ganze Batterie von Marvel-Superhelden benötigt wurde, mußte mit "Captain America" ein urpatriotischer Held noch an den Start gehen, obwohl dieser bei allen existierenden Verfilmungen bisher immer als Rohrkrepierer durchgegangen war (Serials der 40er mal ausgenommen). Der gute Kerl mit den Nationalfarben und dem unzerstörbaren Schild ist so dermaßen amerikanisch, daß man ihn ähnlich "Wonder Woman" im Rest der Welt eher ein Nischendasein zuordnet und deswegen wurde er auch breitenpopulären Gestalten wie Hulk, Spider-Man, Iron Man oder Thor hintenan gestellt. Dabei macht es die heutige Tricktechnik ja möglich, daß selbst die schönsten Schildtricks endlich lebensecht rüberkommen, allein die Herkunft mußte ja noch ergründet werden und da hängt der Captain nun mal im seligen zweiten Weltkrieg fest, wo er die Nazis zur Sättigungsbeilage runtergestuft hatte. Das bedeutete für die Macher in Hinsicht auf die Avengers natürlich einen erzählerischen Kunstgriff, denn einerseits ist man ja den klassischen Wurzeln verpflichtet, andererseits mußte man den Helden irgendwie ohne Generationswechsel in die Jetztzeit verpflanzen, obwohl der Mann nun wirklich nicht zu den Unsterblichen im Heldenkanon gehört. Ergo widmete man sich im ersten Captain-America-Abenteuer den Hauptteil des Plots den historischen Abenteuern und postulierte die Herkunft des biologisch aufgewerteten Powermanns Steve Rogers gemäß seinem Wunsch, ein aufrechter Soldat im Kriege zu werden. Da Steve aber ein kleiner Hänfling ist, muß er seinen ungebrochenen Einsatzwillen erst einmal beweisen, bis ihn ein neuartiges Experiment in den durchtrainierten Über-Muskelmann verwandelt. In diesem optischen Trick besteht dann auch der größte Reiz des ganzen Films, denn in dem willigen Erdnuckel Steve zu Beginn Chris Evans wiederzuerkennen, kann eigentlich nur Applaus und Begeisterung hervorrufen, später nimmt er dann vertraute, wenn auch aufgepumpte Formen an. Sein Gegenspieler ist der frisch vor sich hinmutierende Nazi Johann Schmidt (uhaha...), der mittels eines archaischen Relikts (hier schnupperts verdächtig nach "Hellboy" und "Indiana Jones"), des "Tesseracts" zu dem allmächtig erscheinenden "Red Skull" mutiert, der mit Hilfe von Hitler die Weltherrschaft und eventuelle Extras erringen möchte. Gespielt von Hugo Weaving im schlimmsten "Matrix-Agent-Smith"-Modus, muß der Bösewicht jedoch gegen die Guerillataktiken des letzten großen Patrioten antreten und zieht stetig den Kürzeren. Bis es soweit ist, betreibt das Drehbuch erstmal wilden Storyaufbau. Etwas Mystik zum Start, dann das große Drama vom kleinen Mann mit dem reinen Herzen, dann auf ins Superheldenaufbauprogramm, wo statt John Hurt mal Stanley Tucci den Yoda-Mentor geben kann und Tommy Lee Jones den nöligen Perry White-Verschnitt gibt. Hayley Atwill präsentiert sich nebenbei noch als toughe Powerfrau mit femininen Swing-Untertönen und jeder Menge Locken und Lippenstift und läßt im Dreivierteltakt mit dem vollkommen übertriebenen Ausstattungslook der 40er keinen Zweifel darüber offen, daß das eine Art Comic-Parallelwelt sein muß und nicht Vorkommnisse, die man u.U. lieber unter dem Teppich gehalten hat. Wie dem auch sei: nachdem unser Held erstmal auf der Bühne viel Geld zusammen getrommelt hat, nützt er in einer Motivationskrise die Möglichkeit, sich endlich mal zu beweisen und befreit bei der Gelegenheit gleich noch seine späteren "Inglorious Basterds", die fortan mit ihm den "roten Schädel" sabotieren, wenn auch nur mit enormer (und sichtlicher) Unterstützung computergestützer Effekte. Wer das jetzt zumindest für "Superhelden von der Stange" hält, dem sei gesagt, daß der Gegner am besten immer ein Schrittchen voraus und eine Nuance zu mächtig zu scheinen hat, was hier irgendwie nicht ganz angekommen sein muß. "Red Skull" erweist sich im Film praktisch ständig in der Defensive, macht keinen besonderen Stich und führt nach und nach nur noch Rückzugsgefechte, bis ein ziemlich steril wirkendes Luftduell schließlich die Chose beendet, ohne daß auch nur ein Hauch sensationeller Faszination aufgekommen wäre. Für die Amis mag das ja vielleicht noch der Erfüllung eines Comicbuchtraums gleichkommen, aber spektakulär ist diese Einführung dann im Superheldenkanon weniger, vor allem weil sie sich zu oft zu ernst nimmt und die Ironie mehr oder weniger aufgesetzt wirkt. Der Prolog versetzt unseren Helden dann verlangsamter Alterung und unfreiwilliger Kryogenik in die Gegenwart, wo er sich dann auf moderne Kriminelle stürzen kann und Samuel Jackson auch gleich mit unterschriftsreifem Avengers-Boy-and-Girlgroup-Vertrag Gewehr bei Fuß steht. Es gibt mit Sicherheit albernere oder schlechtere Comicverfilmungen und reizloser umgesetzt waren auch so einige, aber mitreißend oder herausragend ist an "Captain America" gar nichts, alles riecht nach auftragsgemäßer Erfüllung und da kommt ausgerechnet der überaus durchschnittliche Regisseur Joe Johnston wie gerufen. Der kann sich naturgemäß sowieso nie stilistisch einheitlich auszeichnen und produziert recht vielgesehene, aber im Grunde total durchschnittliche Ware, die durch Tricks aufgeplustert wird (Jurassic Park 3, Jumanji, Wolfman). So stehts auch mit dem Captain, dessen klassische Exposition dann andauernden Kriegsszenarien weicht, die aber nicht darüber hinweg täuschen kann, daß außer einem netten Schild und körperlicher Belastbarkeit eigentlich nichts wirklich Filmenswertes an "America" dran ist. Der Typ ist so gut, rein, aufrecht, motiviert und beschissen engelhaft, daß man sich an nichts festhalten kann, nicht mal an der vagen Möglichkeit, er könnte scheitern oder seine dunkle Seite entdecken, denn Letzteres hat Steve Rogers einfach gar nicht. Das führt zwar dann zu einem netten FX-Spektakel, übt aber nicht den zwiespätigen Reiz angegriffener oder gespaltener Helden wie Bruce Wayne, Bruce Banner oder Peter Parker hervor. Für Komplettisten sicher ganz nett und auch weitestgehend keimfrei inszeniert, aber ohne jeglichen "Sense of Wonder" oder diesen genialen Funken, der einen technisch bewanderten Regiehandwerker von einem talentierten Visionär unterscheidet.
Michael
30 Nisan 2021
7/10
Der nächste Langfilm in meinem MCU „re-run“. Captain Americas Ursprungsgeschichte ist ein Film mit gutem Tempo und macht noch einmal mehr Spaß, wenn man die TV Serie Agent Carter kennt. Der Schurke Red Skull ist dabei nicht der interessanteste Bösewicht in der Filmgeschichte, doch alle Filmfiguren geben alles um dieses Problem auszubügeln. Zudem bereiten die letzen Filmminuten Captain Americas Ankunft bei den Avengers super vor. Alles in allem ein weiterer MCU Film der mich unterhalten hat. [Sne...
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Häufig Gestellte Fragen
Captain America: The First Avenger wurde im Jahr 2011 veröffentlicht.
Captain America: The First Avenger hat eine Laufzeit von 2 Std 4 Min (124 Minuten).
Captain America: The First Avenger gehört zu den folgenden Genres: Action, Abenteuer, Science Fiction.
Captain America: The First Avenger hat eine Bewertung von 7.0/10 bei 22.805 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Captain America: The First Avenger verfügbar auf: Disney Plus, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies, YouTube.