The First Avenger: Civil War
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Diese Produktion, vielleicht der emotionalste Bruchpunkt im Marvel-Kinouniversum, bietet eine Geschichte, die die üblichen Muster von Superheldenfilmen in Frage stellt und weit über einen gewöhnlichen Konflikt zwischen Gut und Böse hinausgeht. Dieser Kampf, der zwischen Umhängen und Rüstungen Gestalt annimmt, wirft im Wesentlichen eine sehr menschliche Frage auf: Wer sollte die absolute Macht haben, und kann ein Held von der Verantwortung befreit werden? Die im Laufe der Jahre angehäuften Siege und die Zerstörung, die diese Siege hinterlassen, stellen die Helden vor eine unerwartete Abrechnung. Sich der Kontrolle der Regierung unterwerfen oder auf die Stimme des Gewissens hören? In dieser Frage kreuzen sich zwei unterschiedliche Weltanschauungen, zwei unterschiedliche Vergangenheiten und zwei unterschiedliche Wunden. Steve Rogers, gespielt von Chris Evans, steht für Idealismus und Loyalität, während Tony Stark, gespielt von Robert Downey Jr., die Komplexität eines Mannes in sich trägt, der mit Schuld und Verantwortung kämpft. Beides ist nicht völlig falsch; Deshalb kann sich das Publikum nicht von der Seite aus entscheiden, auf der es sitzt. Der größte Erfolg des Films besteht darin, dass er eine große Anzahl von Charakteren zusammenbringt, von denen jeder einen bedeutungsvollen Beitrag zur Geschichte leistet. Neue Gesichter treffen auf das Universum, alte Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Actionszenen, insbesondere die Begegnung, die den Platz ausfüllt, der zum Eckpfeiler der Serie werden wird, enthüllen die Identität und Motivation jedes Charakters und bieten nicht nur ein visuelles Fest. Der Konflikt ist nicht nur physischer, sondern auch ideologischer Natur. Die unter der Regie von Joe Russo aufgebaute Spannung bleibt atemberaubend bis zum Ende des Films erhalten. Obwohl es sich um eine überfüllte Produktion handelt, wird die Geschichte nie abgelenkt; Im Gegenteil, jedes Stück wird zu einem Mosaikstein, der das große Ganze vervollständigt. Dieser Konflikt, der keine einfachen Antworten bietet und den Gewinner ungewiss macht, regt den Zuschauer auch nach dem Verlassen des Films zum Nachdenken an. Betrachtet man ihn als einen der Bausteine, die die Richtung des Marvel-Universums bestimmen, lässt sich erahnen, wie sich die Spuren des Bruchs hier in den folgenden Jahren vertiefen werden. Es ist nicht nur ein Actionfilm; Ein heftiger Showdown basierend auf Freundschaft, Verrat und Prinzipien.
US

Marvel S...

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Joerg Melzer
02 Mayıs 2019
/10
Je größer das Netz, desto zahlreicher die Verknüpfungspunkte. "Civil War" hat sichtbar mit dem Ereignisreichtum der Vorlage zu kämpfen und wird vom Medium Comic ziemlich nah an die Grenzen des Mediums Film geführt in dem Vorhaben, möglichst viele Charaktere auf möglichst wenig Spielzeit zu packen (fast zweieinhalb Stunden sind es dennoch geworden) und dabei trotzdem die Übersicht zu behalten. Angesichts der Umstände ist das mal wieder erstaunlich gut gelungen, auch wenn einige der Einführunge...
n, hier insbesondere jene des "Black Panther" und natürlich diejenige der bis dato durch Sony/Columbia isolierten Spinne, unschön aus dem geschlossenen Handlungsrahmen herausstechen. Der realistische, ans New-Hollywood-Cinema der 70er angelehnte Look des zweiten Cap-Films hat sich 2014 bewährt und wird folgerichtig für seinen dritten Solofilm (der strukturell ebenso gut der dritte Avengers-Ensemble-Film hätte sein können) reaktiviert. Man hat gespannt sein können, wie sich dieser mit den schrill-bunten Neuzugängen der letzten Marvel-Filme vertragen würde, doch gerade Figuren wie dem omnipotenten Vision (Paul Bettany) steht die optische Linie durchaus gut. Mag das Publikum eines Robert Downey Jr. im gelbroten Metallanzug langsam vielleicht überdrüssig werden (ein Vorwurf, den man einer monatlich erscheinenden Comicserie bestimmt nicht machen würde), jongliert Marvel insgesamt geschickt mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und kann es sich aufgrund der hohen Frequenz der Verfilmung auch mal leisten, Publikumslieblinge wie Thor oder den Hulk einen Film lang in den Urlaub zu schicken; auf der Ersatzbank finden sich immerhin genug Mitspieler. Die Funktionalität im Marvel-Universum bleibt natürlich generisch; auch "Civil War" benötigt einige Minuten, um sich vom Standard aus Kostümen und größenwahnsinnigen Hi-Tech-Sets zu lösen, hat aber neben dem schwungvoll gedrehten Figurenkarussell einen pikanten Plot in der Hinterhand, der die Avengers von innen heraus in zwei Lager spaltet und sich ähnlich wie "Batman v. Superman" auch mal kritisch (wenn auch oberflächlich) mit den Folgen der Superheldenwüterei auseinandersetzt – und endlich nochmal eine famose, ausgedehnte Superheldenactionsequenz mit Ausnahmestatus.
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Häufig Gestellte Fragen
The First Avenger: Civil War wurde im Jahr 2016 veröffentlicht.
The First Avenger: Civil War hat eine Laufzeit von 2 Std 27 Min (147 Minuten).
The First Avenger: Civil War gehört zu den folgenden Genres: Abenteuer, Action, Science Fiction.
The First Avenger: Civil War hat eine Bewertung von 7.4/10 bei 24.110 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist The First Avenger: Civil War verfügbar auf: Disney Plus, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies, YouTube.