Spider-Man: Homecoming
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Das Superheldenkino hat im Laufe der Jahre so viele Ursprungsgeschichten erzählt, dass solche Filme beim Zuschauer mittlerweile ein vorhersehbares Gefühl hinterlassen. Diese von Jon Watts inszenierte Produktion geht hier einen anderen Weg: Sie stellt nicht die Frage, wie der Held an die Macht kam, sondern was es bedeutet, diese Macht im Alter von sechzehn Jahren zu tragen. Das Ergebnis ist einer der leichtesten und menschlichsten Filme des Marvel Cinematic Universe. Peter Parker, gespielt von Tom Holland, ist eine radikale Abkehr von den Spider-Man-Interpretationen, die wir bisher im Kino gesehen haben. Dieser Peter ist noch ein junger Mann, der roh, hastig und äußerst fehleranfällig ist. Das Rückgrat des Films ist die existentielle Zwickmühle eines Oberstufenschülers, der zwischen der Rettung der Welt und dem Abschluss seiner Schulaufgaben steckt. Während er dieses Gleichgewicht herstellt, stützt sich Watts gelegentlich auf die Wärme einer Coming-of-Age-Komödie im Stil von John Hughes; Die auf den Straßen von Queens angesiedelten Szenen sind von geradezu eleganter Schlichtheit und lösen sich von der üblichen urbanen Zerstörungsästhetik der Marvel-Filme. Tony Stark von Robert Downey Jr. erscheint hier als fast widerstrebender Mentor, fernab der üblichen Heldenposen. Diese Beziehung treibt den emotionalen Motor des Films an; Es bringt die Geschichte eines jungen Mannes, der um Anerkennung kämpft, an einen Ort, der sowohl lustig als auch aufrichtig ist. Andererseits sticht Michael Keatons Vulture-Charakter als einer der mächtigsten Bösewichte des MCU hervor. Geprägt von dem düsteren Charisma, das nur Keaton zu bieten hat, fühlt sich dieser Charakter weniger wie ein gewöhnlicher Superschurke als vielmehr wie jemand an, der aus dem System vertrieben wurde und dessen Wut auf legitimen Grundlagen beruht. Der Film stellt keine große Zerstörung oder eine galaktische Bedrohung dar. Diesmal ist die Gefahr näher, greifbarer und damit realer. Diese scheinbar kleine Entscheidung ist tatsächlich ein Zeichen großen Mutes. Anstatt Spider-Man neu zu starten, bringt es ihn tatsächlich nach Hause. Es bleibt als Charakterstudie im Gedächtnis, die eine Bindung des Publikums an die Menschheit statt an ein Spinnennetz herstellt und nicht von der Handlung überschattet wird.
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Spider-Man (Avengers) Filmreihe Sammlung




Bewertungen
dapelza
17 Ekim 2017
7/10
An sich ist der Film nicht schlecht. Aber was die aus dem Spider-Man gemacht haben ist echt schrecklich! Spider-Man War immer der Held meiner Jugend und der beste der Marvelhelden. Aber im Avengers Universum ist das nichts mehr! Meiner Meinung nach ist der beste Spider-Man, The Amazing Spider-Man

Joerg Melzer
02 Mayıs 2019
/10
… und so wurde Onkel Ben von seinen Pflichten als Stehaufmännchen befreit. Er musste nicht länger wie Kenny McCormick von Reboot zu Reboot stolpern und seinem besiegelten Abgang ins Auge blicken, Peter folglich nicht mehr über den Zusammenhang von Macht und Verantwortung belehrt werden. Der Zuschauer, längst selbst Origin-Experte, nicht ein weiteres Mal Onkel Stans alte Gutenachtgeschichten über sich ergehen lassen. Und Spider-Man darf jetzt hoffentlich endlich mal reifen. Dank des vorausgehe...
nden 10-Minuten-Cameos in „Civil War“ hält sich die nunmehr dritte Inkarnation des Krabbelhelden nach Maguire und Garfield ohnehin nicht mehr mit dem Kickstart auf; ballastfrei wie ein Obstgarten markiert es den endgültigen Einstieg in das inzwischen gigantische Marvel Cinematic Universe und bietet eine ungewohnte Outsider-Perspektive auf die große Show der Avengers, die auf der Main Stage wüten und (noch) keine Notiz nehmen von dem hüpfenden Netzschwinger. Zu den Requisiten dieses vergleichsweise eher unscheinbaren und völlig verspielten Films gehören folglich Absturzteile aus den großen Materialschlachten der Vergangenheit, billige Röhren-TV-Auftritte von Captain America, notdürftige Erste-Hilfe-Einsätze Iron Mans (oder seines Anzugs) und der Flur vor einem mit Menschen gefüllten Pressesaal, nicht der Saal selbst. Ein abgewrackt aussehender Schauspieler, der schon Batman und Birdman war, spielt wieder einen Vogel. Und Spider-Man selbst? Hat eine Verjüngungskur hinter sich, bewegt sich nun mit dem Körper des 21-jährigen und noch viel jünger aussehenden Tom Holland durch die Hood und nimmt mit begrenztem Blickfeld ohne Sinn für die größeren Zusammenhänge vor allem seinen High-School-Schwarm Liz wahr, und vielleicht noch das coole Gefühl, dass der große Tony Stark seinen Namen kennt. Hat man sich mit dieser harm- und bisweilen auch bisslosen Perspektive abgefunden, findet man einen durchaus unverkrampften Film vor, wie man ihn gerade nach einer Nummer wie „Justice League“ aus dem Konkurrenzlager durchaus zu schätzen wissen kann. Nicht Skylines aus New Yorks Hochhausschluchten bestimmen das Szenenbild von „Homecoming“, sondern suburbane Siedlungen mit Gärten, die vom Sonnenuntergang in goldenes Licht getaucht werden. Selbst Stan Lee hat einen vergleichsweise harmlosen Cameo als meckernder Mieter, vergleicht man ihn mal mit seiner Chemie-Stunde in „Amazing Spider-Man“. Da steckt so viel Understatement drin, dass man anstatt der echten Avengers ein paar Rabauken mit Avengers-Masken vorfindet, die eine Bank ausrauben. Eingebettet in das von Marvel initiierte Universum funktioniert das hervorragend, für sich genommen hätte man den Awesome-Faktor allerdings schon ein bisschen hochschrauben können. Obwohl Michael Keatons Geier ein vergleichsweise cooler Antagonist ist, fehlt zwischen ihm und Peter Parker trotz persönlicher Beziehung die Spannung – ein Parallelismus, den man auf Sam Raimis Original anwenden kann, mit der klaren Schlussfolgerung, dass Tobey Maguire und Willem Dafoe in diesem Punkt wesentlich besser abschneiden. Selbst in Sachen Comic-Action wird mit der auseinanderbrechenden Fähre der ersten Phase Marvels und hier wiederum hauptsächlich Raimis Film Tribut gezollt, beschwört sie doch kein bildsprengendes Armageddon mit Wutblitzen aus dem Computer, sondern konzentriert sich auf die Anatomie einer Gefahrensituation, um diese mit den Kräften des Helden zu kontrollieren. Marvel braucht solche Rückgriffe auf die alte Schule, um variabel zu bleiben und zeigt einmal mehr Meisterschaft bei der Einbettung vieler kleiner Geschichten in eine große. Blendet man die vollständige Comicsammlung aber aus und konzentriert sich auf dieses eine Kapitel, wird man eine sorgfältig geschriebene, aber durchweg überraschungsfreie High-School-Komödie vorfinden, deren einziger Witz darin besteht, das Kleine ins Große einzufädeln. Um ganz ehrlich zu sein: Der seinerzeit gemeinhin unbekannte „Ant-Man“ hat die gleiche Aufgabe wesentlich eleganter und mit mehr Esprit gelöst.
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Häufig Gestellte Fragen
Spider-Man: Homecoming wurde im Jahr 2017 veröffentlicht.
Spider-Man: Homecoming hat eine Laufzeit von 2 Std 13 Min (133 Minuten).
Spider-Man: Homecoming gehört zu den folgenden Genres: Action, Abenteuer, Science Fiction.
Spider-Man: Homecoming hat eine Bewertung von 7.3/10 bei 23.261 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Spider-Man: Homecoming verfügbar auf: Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies, YouTube, Sky Store.