Reservoir Dogs - Wilde Hunde
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Diese Produktion, die als der Moment in die Geschichte einging, als Quentin Tarantino das Kino betrat, ist nicht nur ein Raubfilm; ist ein engmaschiger Thriller, der auf Vertrauen, Verrat und Identität basiert. Der 1992 mit sehr geringem Budget realisierte Film ist seit seiner ersten Betrachtung zu einem der Bezugspunkte des Kriminalkinos geworden und bietet eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie ein Regisseur geboren wird. Die Geschichte beginnt direkt nach einem Juwelenraub. Blutig, chaotisch und verängstigt. Das Publikum weiß nicht genau, was passiert ist; er spürt einfach, dass etwas furchtbar falsch ist. Dieses Gefühl lässt bis zum Ende des Films nicht nach. Eine Bande bestehend aus Männern, die sich nicht kennen und nur unter ihrem Codenamen kennen, entdeckt auf schmerzhafte Weise, wie fragiles Vertrauen aufgebaut werden kann. Sobald der Verdacht aufkommt, dass sich in ihrer Mitte ein Informant befindet, hat die Paranoia Vorrang vor allem anderen. Tarantino nutzt hier meisterhaft die nichtlineare Erzählstruktur. Die Zeit vergeht vorwärts und rückwärts; Die Übergänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzeugen beim Publikum ein angenehmes Schwindelgefühl. Diese Struktur macht den Film zu mehr als nur einer Kriminalgeschichte; verwandelt es in eine Charakterstudie, die einen fragen lässt, wer sie sind, warum sie einander vertrauen können oder nicht und wie Menschen unter Druck auseinanderfallen. Mit Harvey Keitels reifem und kontrolliertem Schauspiel, Tim Roths spannungsgeladener Präsenz und insbesondere Michael Madsens haarsträubender Szene bildet diese Besetzung eines der denkwürdigsten Ensembles in der Geschichte des Kinos. Die von Steve Buscemi interpretierte und zum Leben erweckte Figur ist mehr als nur ein Name und wird zu einer fast symbolischen Figur. Gewalt ist hier nicht dekorativ, sondern funktional. Es stört, aber das ist sowieso sein Zweck. Dabei handelt es sich um eine Störung, die den Betrachter aus seiner Komfortzone herausholen soll, damit er das Geschehen auf dem Bildschirm spüren und nicht nur beobachten kann. Dieser Film verschiebt die Grenzen des unabhängigen Kinos und übertrifft seine Zeit mit seinen Dialogen, seiner Ästhetik und seiner kühnen Erzählung; Es ist ein unverzichtbares Erlebnis für jeden, der das Krimi-Genre liebt oder neugierig auf die Bruchstellen der Kinogeschichte ist.
US

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Besetzung










Autoren & Regisseure
Bewertungen
Kalla Malla
20 Eylül 2015
/10
Reservoir Dogs ist das Spielfilmdebüt von Quentin Tarantino und somit die filmische Geburt eines der wegweisendsten stilistischen Genies unserer Zeit. Doch nicht nur allein die Tatsache das es sich um Tarantinos Erstlingswerk handelt hebt den Film aus der Masse heraus. In Reservoir Dogs beginnt die Entwicklung von Tarantinos Stil, der in Pulp Fiction seinen Höhepunkt findet. Dabei ist nicht die Geschichte das Interessante an diesem Film. Im Gegenteil: Die Geschichte ist höchst simpel. Das Genial...
e an Reservoir Dogs ist die Verschmelzung von der Tragödie mit dem klassischen amerikanischen Heist Movie. Doch klassisch, im Sinn von konventionell, ist im Endeffekt rein gar nichts an diesem Werk. Der Gangsterboss Joe Cabot (Lawrence Tierney) trommelt eine Gruppe von Verbrechern zusammen um einen Juwelierladen zu überfallen. Gemeinsam mit seinem Sohn Eddie (Chris Penn) trifft er sich mit den Männern zum Essen. Sie planen den Überfall und legen los. Doch etwas geht schief. Es drängt sich der Verdacht auf dass sich ein Verräter unter ihnen befindet der den Überfall verraten hat. Nach und nach treffen die Verbrecher am vereinbarten Treffpunkt ein und rätseln was schief gelaufen ist. Doch die Zeit drängt: Denn Mr. Orange (Tim Roth) wurde angeschossen und droht zu verbluten... Wie oben bereits erwähnt besitzt Reservoir Dogs sehr viele Stilelemente der klassischen Tragödie, wie zum Beispiel das Suchen des Verräters, das drohende Ungewisse und das mit Leichen gepflasterte Finale. Doch auch gewisse Aspekte des traditionellen amerikanischen Heist Movies finden ihren Weg in den Film. Doch natürlich wäre der Film nicht so berühmt geworden wie er nun einmal ist, wenn dies die einzigen Stützpfeiler von Reservoir Dogs wären. Denn Reservoir Dogs lässt zum Beispiel das wichtigste Element der Heist Movies aus: Den Überfall selbst. Im Film wird nur die Einsatzbesprechung und das Treffen nach dem Misslungenen Überfall gezeigt. Unterbrochen wird dieser Erzählrythmus durch Rückblenden, die den Hintergrund der einzelnen Charaktere beleuchten. Im wesentlichen ist das Magische des Films der Erzählstil von Tarantino und die genialen Dialoge. Obwohl der Film den im Normalfall spannendsten Teil eines solchen Film, den Überfall, weglässt erreicht Reservoir Dogs eine unglaubliche Intensität. Dies erklärt sich vor allem dadurch dass der Zuseher direkt ins ungewisse geworfen wird und erst nach und nach erfährt was eigentlich geschehen ist. Zusätzlich sorgen die wunderbaren Dialoge für einen großen Unterhaltungsfaktor und unterstützen den Film wirklich wunderbar. Bereits der Anfangsdialog des Films, in dem sich die Verbrecher über die wahre Bedeutung des Madonna Songs Like a Virgin unterhalten, gibt Aufschluss darüber wie wichtig Tarantino die Musik ist. Besonders in Erinnerung bleibt die Folterszene des Polizisten Marvin Nash (Kirk Baltz), dem vom Mr. Blonde (Michael Madsen) ein Ohr abgeschnitten wird, nach dem dieser zu Stuck in the middle with you , vor den Augen des schockierten Polizisten tanzt. Doch nicht nur dieses Einzelwerk, sondern der gesamte Soundtrack des Films wurde perfekt gewählt. Es ist wirklich beeindruckend was Tarantino hier geleistet hat. Nach dem er sein Drehbuch eigentlich unter minimalistischen Bedingungen verfilmen wollte, konnte er durch Glück, mit Hilfe der Frau des Schauspiellehrers eines Freundes, Harvey Keitel von dem Stoff begeistern. Dies bescherte ihm ein Budget von einer Million Dollar und ermöglichte die professionelle Umsetzung des Stoffes. Reservoir Dogs ist aus vielerlei Hinsicht interessant. Der erste Punkt ist natürlich dass Tarantino dadurch die Möglichkeit hatte Pulp Fiction zu drehen um seinen Stil zu perfektionieren. Wenn man es kritisch betrachtet ist Reservoir Dogs nämlich nur eine einfachere stilistisch noch nicht vollkommen perfekte Form von Pulp Fiction. Doch dies hat auch einen gewissen Reiz, da der Film einige Ecken und Kanten hat und am Ende aufgrund der perfekten Inszenierung doch zu einem wunderbaren Filmgenuss wird. Das Besondere an Tarantino ist dass die Story die in vielen Filmen das Wichtigste ist, in den Hintergrund rückt, und alleine die perfekte Inszenierung und die Charaktere mit ihren ausgefeilten Dialogen in den Mittelpunkt rückt. Und man kann sich garantiert darauf verlassen dass man bei einem Tarantino Film stets etwas erfrischend anderes sieht. Fazit: Reservoir Dogs ist die Geburt des Tarantinostyle und ein wirklich überzeugendes Filmerlebnis.
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Häufig Gestellte Fragen
Reservoir Dogs - Wilde Hunde wurde im Jahr 1992 veröffentlicht.
Reservoir Dogs - Wilde Hunde hat eine Laufzeit von 1 Std 39 Min (99 Minuten).
Reservoir Dogs - Wilde Hunde gehört zu den folgenden Genres: Krimi, Thriller.
Reservoir Dogs - Wilde Hunde hat eine Bewertung von 8.1/10 bei 15.526 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Reservoir Dogs - Wilde Hunde verfügbar auf: Lionsgate+ Amazon Channels, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies, YouTube.