Full Metal Jacket
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Reisen zur dunklen Seite des Menschen sind im Kino von Stanley Kubrick kein Zufall. Full Metal Jacket ist eine dieser Reisen; Aber hier liegt die Dunkelheit nicht an den rauchigen Fronten bewaffneter Konflikte verborgen, sondern viel tiefer, im Inneren der Person selbst. Der Film besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen, und diese Struktur ist eine Wahl, eine Ausdrucksform für sich. Die erste Halbzeit findet im Trainingslager Paris Island statt. Hier wird das Publikum Zeuge, wie junge Männer umgestaltet werden, wie ihre Identität ausgelöscht und durch eine andere Identität ersetzt wird. Der durch die Figur des Oberleutnants Hartman zum Leben erweckte Ausbildungsprozess bietet eine Verwandlungsgeschichte, die sowohl faszinierend als auch verstörend realistisch anzusehen ist. Der Eindruck, den R. Lee Ermey in dieser Rolle hinterlassen hat, zählt bereits zu den nachhaltigsten Darbietungen der Kinogeschichte. In der zweiten Hälfte ziehen wir in eine zerstörte vietnamesische Stadt im Schatten der Tet-Offensiven. Hier stellt Kubrick jede Erzählung in Frage, die den Krieg verherrlicht; Wenn es keinen Heldentum gibt, gibt es eine existentielle Sackgasse; Wenn es keinen klaren Feind gibt, gibt es überall Bedrohung. Was „Full Metal Jacket“ von anderen Vietnamfilmen unterscheidet, ist weder die Wut auf den Krieg noch die darin dargestellte Brutalität. Kubricks Problem ist eine viel grundlegendere Frage: Wie kann man einen Menschen dazu bringen, nicht mehr ein Mensch zu sein? Was passiert mit der Individualität in dieser seltsamen Mischung aus Bildung, Disziplin, Gehorsam und Gewalt? Der Film stellt diese Frage nicht als Manifest, sondern spiegelt sie mit der Distanz eines kalten Beobachters auf der Leinwand wider. Die Kamera weint und schreit nicht; sieht einfach aus. Und die Kälte dieses Blicks erdrückt den Betrachter von innen. Matthew Modines Charakter, integriert mit seiner Identität als Kriegskorrespondent, trägt das widersprüchliche Gewicht, sowohl in das System involviert zu sein als auch es in Frage zu stellen. Vincent D'Onofrio hinterlässt so tiefe Spuren im Film, dass er auch nach dem Ende seiner Szenen nicht leer bleibt. In diesem Film von Kubrick geht es nicht um Krieg, sondern darum, was Krieg mit den Menschen macht. Und dabei öffnet es weder die Tür zu leichtfertiger Wut noch zu billiger Traurigkeit. Was bleibt, ist diese schwere, beunruhigende Stille, die lange verdaut werden muss.
Natant
Stanley ...
Warner B...

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Häufig Gestellte Fragen
Full Metal Jacket wurde im Jahr 1987 veröffentlicht.
Full Metal Jacket hat eine Laufzeit von 1 Std 56 Min (116 Minuten).
Full Metal Jacket gehört zu den folgenden Genres: Drama, Kriegsfilm.
Full Metal Jacket hat eine Bewertung von 8.1/10 bei 11.517 Stimmen auf TMDB.
In Deutschland ist Full Metal Jacket verfügbar auf: HBO Max, HBO Max Amazon Channel, Apple TV Store, Amazon Video, Google Play Movies.