The Wire
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Baltimore. Es ist nicht nur eine Stadt, es ist ein Organismus, der sich selbst frisst, in sich selbst verrottet, aber irgendwie weiterlebt. Diese Welt, die David Simon über fünf Staffeln geduldig, fast mit dokumentarischer Akribie aufgebaut hat, bietet eine der kühnsten und umfassendsten gesellschaftlichen Röntgenaufnahmen in der Geschichte des Fernsehens. Von der ersten Folge an hat man das Gefühl, vertrautes Terrain zu betreten. Straßenverkäufer, müde Detektive, hierarchischer Druck ... Doch The Wire bricht schon bald mit den Maßstäben herkömmlicher Krimis. Hier gibt es weder einen unbestrittenen Helden noch einen reinen Bösewicht. Jeder, der zwischen den Zahnrädern des Systems steckt, geht Kompromisse ein, um zu überleben; Wer nicht? Jede Saison öffnet die Tür zu einer neuen Institution. Diese Reise, die von der komplexen Hierarchie des Drogenhandels bis zur Verzweiflung der Hafenarbeiter, von den anstrengenden Spielen der Stadtpolitik bis zum unauflösbaren Stillstand des Bildungssystems reicht, stellt immer wieder die gleiche Frage aus verschiedenen Blickwinkeln: Gestalten Individuen Institutionen, oder zerstören Institutionen Individuen? Die Macht der Autorschaft wird hier deutlich deutlich. Simon und sein Team verleihen den Charakteren eine doppelte Integrität. Die strategische Intelligenz eines Drogendealers, die fragile Moral eines Detektivs oder die ständig aufgeschobene Gewissensprüfung eines Politikers passen nicht in Klischees. Aus diesen Gesichtern vor dem Bildschirm werden bald echte Menschen; Menschen, die du liebst, Menschen, die du hasst, die du aber niemals ignorieren kannst. Die Serie soll Sie nicht trösten, sondern zum Nachdenken anregen. Beim Zuschauen wird man manchmal wütend, manchmal verspürt man Verzweiflung; aber es wird einem nie langweilig. Denn die Erzählung gerät nie in performative Dunkelheit. Jede Szene, jeder Dialog erfüllt einen Zweck. Das Tempo mag langsam sein, aber diese Langsamkeit ist auf Sorgfalt zurückzuführen, nicht auf Nachlässigkeit. Die Liebe zum Detail webt Schritt für Schritt das Gefüge der Stadt. „The Wire“ zu sehen ist, als würde man zwischen Liebe und Hass auf eine Stadt schwanken. Wenn Sie fertig sind, haben Sie das Gefühl, dort gelebt zu haben, auch wenn Sie Baltimore noch nie gesehen haben. Und dieses Gefühl hält nicht lange an.
US

Blown De...
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Häufig Gestellte Fragen
The Wire hat insgesamt 5 Staffeln.
The Wire wurde erstmals im Jahr 2002 ausgestrahlt.
The Wire gehört zu den folgenden Genres: Krimi, Drama.
The Wire hat eine Bewertung von 8.6/10 bei 2.711 Stimmen auf TMDB.
Nein, The Wire ist beendet.
In Deutschland ist The Wire verfügbar auf: HBO Max, HBO Max Amazon Channel, Apple TV Store, Amazon Video, maxdome Store.